Billigflieger germanwings treibt die Unterscheidung zwischen Marketing (dessen Kosten anteilig jedes Ticket belasten) und Vertrieb (dessen Kosten jeder Vertriebskanal selbst erwirtschaften muss) voran. Schon im Frühjahr hatte die Airline die Kosten seines Affiliatemarketings auf die damit verkauften Tickets aufgeschlagen. Inzwischen erhebt germanwings auch einen Aufschlag für Tickets, die über Suchmaschinenmarketing verkauft werden, berichtet One-to-One.
Als Grund führt die Kölner Airline die Gleichberechtigung aller Vertriebskanäle an. Schließlich erhöben Reisebüros ebenfalls einen Buchungszuschlag, wenn sie Germanwings-Flüge vermittelten. Das Gleiche gelte nun auch für Anbieter von Affiliate-Programmen und Suchmaschinenwerbung, an die die Zusatzgebühr direkt fließe.Das Direktmarketing-Fachblatt hält diese Praxis für verbraucherunfreundlich. Auf jeden Fall ist sie dem Suchmaschinenmarketing (und damit der ganzen Onlinewerbebranche) nicht förderlich. Die geballte Empörung der Branche ist bei One-to-One nachzulesen.
Wie ich es drehe und wende - dem Verbraucher kommt diese Aktion letztlich zugute. Denn er kann den billigsten Weg zum Billigflieger wählen und direkt auf der Website des Anbieters buchen. Warum nicht? Marketing und Vertrieb sind nur Mittel zum Zweck, und wenn dieser Zweck auch anders erreicht werden kann, dann wird das auch geschehen.
Dann macht es aber keinen Sinn diese Vertriebskosten nicht auch dem normalen Websitebesucher zu belasen. Die Marke ist ja nicht von alleine bekannt. So führt es dazu, dass die Zurechenbarkeit auf den Channel (sei es Offlinebuchung , Keywordmarketing oder was auch immer) schwierig wird, da die Kunden einen Anreiz haben die Herkunft nicht bekannt zu geben um Geld zu sparen. Sales kommen aber nicht von alleine :)
Ja, das ist halt der Unterschied zwischen Vertrieb und Marketing. Der Anreiz ist genau das, was germanwings & Co. wollen - die Leute sollen direkt buchen, damit die Billigflieger keine Provisionen zahlen müssen. Das hat Sinn.