Der (N)Onliner Atlas 2006 hat es an den Tag gebracht: 48 Prozent der Nutzer sind inzwischen mit einem schnellen Internetzugang online. Fast alle (45,5 %) nutzen DSL, Kabelmodems haben sich bislang nicht durchsetzen können. Im Vergleich zum Vorjahr hat DSL um 7,4 Prozentpunkte zugelegt.
Der DSL-Zuwachs geht zulasten des Zugangswegs ISDN (noch 22,5 %), während der Anteil der Modemnutzer fast konstant geblieben ist (20,2 %). Letzteres ist insbesondere deshalb erstaunlich, weil die Zahl der Onliner insgesamt weiter gestiegen ist (auf heute 58,2 %). Was bedeutet, dass es nach wie vor neue Nutzer gibt, die sich für das Modem entscheiden.
Die Erklärung liegt auf der Hand: DSL ist nach wie vor nicht flächendeckend erhältlich. Die Glasfaserverlegung im Osten hemmt die Breitbandverbreitung. Die östlichen Bundesländer - mit Ausnahme von Berlin - bleiben weit hinter der durchschnittlichen Penetration zurück.
Der digitale Graben schließt sich nach den Ergebnissen des aktuellen (N)Onliner Atlas weiter. Erstmals seit 2001 kommt der größere Zuwachs der Internetnutzung aus dem Osten. Während im Westen die Internetnutzung um 2,9 Prozentpunkte stieg, wuchs sie im Osten um 3,9 Prozentpunkte.
Im Osten legen die Männer um deutliche 4,6 Prozentpunkte (+ 1,6 im Westen) zu. Bei den Frauen ist hingegen der Onliner-Anteil im Westen stärker gestiegen (um vier Prozentpunkte) als im Osten (3,1). In absoluten Zahlen ist der Zuwachs der Internetnutzung bei Frauen ungefähr doppelt so hoch wie bei Männern: Knapp 700.000 Männer und gut 1,3 Millionen Frauen zählen in diesem Jahr neu zur Internet-Community. Damit liegt das Verhältnis Männer-Frauen unter den Onlinern bei 54:46 Prozent.
Der (N)Onliner Atlas 2006 zeigt: Breitband, vor allem DSL, legt weiter zu, während ISDN an Bedeutung verliert. Das analoge Modem hingegen bleibt in der Nutzergunst erstaunlich stabil.
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