Affiliate Manager kennen die Situation: ist ein Affiliate-Netzwerk bzw. das dazugehörigre Programm erst einmal erfolgreich aufgesetzt, dauert es meist nicht lange, bis der Kunde oder auch die Agentur zwecks Absatzsteigerung weitere Netzwerke aufsetzen möchten. Was sich eben noch so leicht als einfache Einbindung eines einfachen Tracking-Codes darstellte, wird plötzlich bei der Implementierung weiterer Tracking-Codes (anderer Netzwerkanbieter) zum Problem.
Das Problem der Doppelabrechnung.
Zu eben solcher kommt es nämlich, wenn der Besteller am Ende eines Bestellvorganges auf der sogenannten „Thank you"-page gleich zwei Bestellregistrierungen auslöst. Dieser Fall kommt in der Praxis immer dann vor, wenn der Besteller über unterschiedliche Werbebanner unterschiedlicher Affiliate-Programme mehrfach den Kundenshop besucht, ohne gleich beim ersten Besuch eine Bestellung auszulösen.
Warum ist das so?
Bei jedem Besuch erhält der potentielle Käufer eine kleine Datei (Cookie) des Netzwerkanbieters zur Wiedererkennung und eindeutigen Programmzuordnung auf die Festplatte seines Pcs übertragen. Zum Zeitpunkt der Bestellung wird dieses Cookie ausgelesen und verursacht eine Zuordnung des Kaufs sowie der Partner-Provisionen beim Netzwerk-Anbieter. Werden mehrere Cookies (durch die dynamische Einspielung von Tracking-Codes auf der „Thank you"-page ausgelesen, führt dies in der Regel zur mehrfachen Zuordnung der Bestellung bzw. Abrechnung derselbigen bei einem der Netzwerkpartner. Klar, dass der Kunde (Programmbetreiber) das verhindern möchte. Er möchte schliesslich pro Bestellung nur eine Vergütung auszahlen - und nicht mehrmals für die selbe Bestellung zur Kasse gebeten werden.
Die Aufgabe der Agentur: filtern.
Das Ziel: es darf nur ein(!) Tracking-Code dynamisch eingespielt werden. Aber dies stellt sich in der Praxis als anspruchsvollere Aufgabe heraus, als vermeindlich angenommen. Nur eine intelligente Unterscheidungssystematik erlaubt es, die Einspielung des jeweils richtigen Tracking-Codes eines Netzwerk-Anbieters zu identifizieren. Um es an dieser Stelle technisch ein wenig abzukürzen: in der Affiliate-Branche hat sich seit einiger Zeit ein Verfahren herauskristallisiert, welches den Namen „Last Cookie"-Verfahren trägt. Dahinter verbirgt sich die Notwendigkeit für die Agentur, mithilfe eines eigenen Betreiber-Cookies die Historie des letzten (für den Besuch) verantwortlichen Netzwerk-Betreibers festzuschreiben. Es wird dann bei jedem Shop-Besuch des Besuchers ausgelesen und um die Referrer-Information des Browsers ergänzt. Die Referrer-Information enthält eine eindeutige IP-Adresse, die einem vermittelnden Netzwerkpartner zugeordnet werden kann. Kommt es irgendwann zur Bestellung, entscheidet genau dieses eigene Cookie, welcher Tracking-Code eingespielt werden soll.
Warum ist dieses Verfahren die derzeit beste Wahl?
Es ist das derzeit beliebteste Verfahren, welches in der Lage ist, auch weitere Probleme gleichzeitig mit zu beheben. Dazu gehören u.a. die unter dem Stichwort „Affiliate Hopping" oder „Cookie Dropping" bekannt gewordenen Probleme. Wer sich berufen fühlt, auch dazu weitere Informationen zu recherchieren, sei an dieser Stelle eine große Tasse Filterkaffee empfohlen.