Dass der Werbemarkt im Internet boomt, ist mittlerweile keine Neuigkeit mehr. So überraschen die Prognosen des BVDW für 2007 auch nicht tatsächlich, die im OVK Online Report 2007/01 getroffen wurden. Wahrscheinlich werden sie auch dieses Jahr wieder übertroffen.
Bemerkenswert in der Erhebung ist allerdings die Entwicklung der Werbeausgaben der Handelsorganisationen, damit sind die Discounter wie Plus, Lidl, etc. gemeint, die im Vergleich zu 2005 um ca. 431% auf 18,9 Mio. € gestiegen sind und damit die zweithöchste Wachstumsrate haben - Suchmaschinen- und Affiliatemarketing sind dabei noch nicht mal berücksichtigt. Noch ein wenig bemerkenswerter ist, dass dieses Werbebudget nur einen Anteil von ca. 1% am Media-Mix hat und damit im Vergleich zu anderen Branchen am unteren Ende liegt. Zum Vergleich: Den höchsten Anteil haben Online-Dienstleistungen mit 34,8%.

Dass sich der Anteil des Online-Werbebudgets im Media-Mix bei den Handelsorganisationen weiter erhöhen wird, steht daher wohl außer Frage - wie die „klassischen" Online-Versandhändler aber darauf reagieren werden, bleibt noch abzuwarten.
Ein erstes Anzeichen könnte bereits sein, dass der klassische Bestellkatalog nicht mehr nur noch auf reine Reichweite getrimmt, sondern mittlerweile nach Interessensgebieten erstellt und selektiv versendet wird. Die eingesparten Kosten können dann wiederum in die Webpräsenzen und ins Onlinemarketing investiert werden.
Aus diesem Trend könnte man ablesen, dass es sich auch bei den typischen „Offline-Händlern" nicht weiterhin nur um zusätzliche Budgets zur Gewinnung von Erfahrungswerten handelt, sondern Online einen relevanten Stellenwert innerhalb des Marketing-Mixes genießt, der mit Geldern aus den klassischen Kanälen sukzessive ausgebaut wird.
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