August 2007 Archive

Trittbrettfahrer

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Second Life erhält deutsche Konkurrenz

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Auf Basis der Second-Life-Idee entwickelt die Düsseldorfer Software-Firma Coolspot zurzeit ihre eigene virtuelle Erlebniswelt mit dem Schwerpunkt Unterhaltung. Starttermin ist der 19. Oktober 2007. Wie auch schon bei Second Life ist eine kostenlos erhältliche Steuersoftware die Voraussetzung für die Teilnahme an dem aus unserer Sicht zweifelhaften 3D-Vergnügen, welches gegen eine monatliche Gebühr von 20 Euro mit VIP-Funktionen nachgerüstet werden kann.

Der Promo-Clip gibt einen ersten Eindruck, wie (un)realistisch man im Netz einen Partner zum Umarmen finden kann.

Wir drücken lieber die Daumen, dass das Unternehmen nicht wie viele Trittbrettfahrer "auf der Strecke" bleibt.

Mitch & Co. - die zweite Runde

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Mitch1.jpg Nach der erfolgreichen Einführungsphase der neuen Designermarke aus dem Hause Tchibo startet Mitch & Co. mit einer weiteren attraktiven Kollektion in den Herbst - diesmal mit dem Schwerpunkt Spa & Sportswear. Auch die neuen Produkte bestechen durch ihr trendiges Outfit und individuelles Design und treffen genau den Nerv der jungen, modebewussten Zielgruppe.

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Für die kreative Umsetzung der Image-Werbemittel sowie die Durchführung der Kampagne zeichnet erneut SinnerSchrader verantwortlich. Dabei wurde das Konzept der Schwarz-Weiß-Ästhetik und das Beach-Motiv konsequent fortgeführt.

Mit Mitch & Co.! kann der Herbst kommen!

Schaurige Google Maps

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Die Google Maps werden immer beliebter, sowohl für Privatleute, die Dienstleistungen oder Streckenpläne suchen, als auch für Unternehmen, die dort ihre Werbung schalten. Allerdings sorgen diese Infodienste auch dafür, dass die im Internet ohnehin schon recht transparente Datenwelt noch durchsichtiger wird.

Der neueste, skurrilste Service der L.A. Times: eine Homicide Map. Hier kann man mit einem Auswahlfilter nach entsprechenden Mordopfern im Gebiet von Los Angeles suchen und bekommt auf der Karte angezeigt, wo, wann und wer erschossen oder sonstwie ermordet wurde. Das Ganze natürlich mit Foto und Hintergrundinfos. Einen eigenen Blog mit noch detaillierteren Informationen gibt es noch oben drauf.

Fragt sich nur, wer solche Informationen braucht? Wohnungssuchende auf der Suche nach einer sicheren Wohngegend oder Nachtschwärmer, die unsichere Gegenden meiden möchten? Für mich steht fest: Dies ist ein klassischer Too-much-Info-Fall und sollte bitte ein amerikanisches Phänomen bleiben! Sicherlich ist das Internet als Informationsquelle unerlässlich, gerade für alle die täglich damit arbeiten, allerdings sollte doch ein Mindestmaß an Datenschutz gewährt bleiben.

Werbepräsenz am deutschen Kühlschrank

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In den USA ist sie aufgrund der exorbitanteren Kühlschrankgrößen sicherlich stärker verbreitet, aber auch in Deutschland wird sie immer beliebter: die Kühlschrankwerbung. Allen voran haften an deutschen Kühlschränken die lustigen Edgar Cards, die immer mehr Unternehmen als Werbung nutzen. Vorrangig werden sie in Kneipen im Vorraum der Toiletten postiert.

Warum Kühlschrankmarketing, warum Print?

Auch in der heutigen online-dominierten Welt nutzen noch viele Leute ihren Kühlschrank als Bulletin, besonders verbreitet in WGs und Familien. Wichtig für die Herstellung einer guten Kühlschrank-Werbepostkarte ist daher ihre Attraktivität, bestehend aus:

- Einem aufmerksamkeitsstarken Design
- Einer Message mit Anlass zur Kommunikation oder zum Lachen
- Einem nützlichen Inhalt (wenn nicht schon lustig genug), z.B. Infos über nahegelegene Imbissbuden.

Stimmen alle diese Elemente, bleibt die Postkarte und somit die Werbebotschaft über Wochen auf dem Kühlschrank und somit präsent. Welches andere Werbemittel hat diese Dauerpräsenz? Eine Print-Anzeige? Nein! Ein TV-Spot? Nein! Ein Online-Werbemittel? Erst recht nicht.

Kein Wunder also, dass auch immer mehr Online-Unternehmen auf diese Art der Print-Werbung zum An-den-Kühlschrank-Kleben setzen. Zum Beispiel die neue Produktbörse Gimahhot, die gleich im doppelten Sinne Kühlschrankmarketing betreibt.

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Web 3.0, das bessere Web?

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Jeder Internetnutzer kennt das Problem: Man sucht Informationen in den gängigen Suchmaschinen, die als Universalschnittstelle zur digitalen Welt agieren, und erhält je nach Suchbegriff eine Unmenge an Ergebnissen und Linklisten - aber nicht immer Antworten auf die gestellten Fragen. Das Problem: Der Algorithmus reagiert einzig und allein auf den Suchbegriff, erkennt aber keine logischen Zusammenhänge. Hier trifft also künstliche Intelligenz auf menschliche Intelligenz, und diese Sprachbarriere gilt es zu überwinden.

Bereits seit mehreren Jahren forschen Computerspezialisten, allen voran Web Pioneer Tim Berners-Lee und die Brancheninitiative W3C an der Möglichkeit, das Web zu verändern und zu verbessern, das so genannte semantische Web zu kreieren. Auch andere Computercracks wie Freebase ins Leben rief, arbeiten fieberhaft daran, neue, intelligentere Webformen zu schaffen. Sie bestehen aus der Kombination von künstlicher Intelligenz und "user-generated brain". Ziel: Klare, brauchbare, präzise Antworten auf Nutzerfragen statt unnützer Linklisten, in denen man sich "einen Wolf" sucht.

Besonderheit der semantischen Verfahren

Bei den herkömmlichen Verfahren werden Wörter oder Buchstabenkombinationen ermittelt. Im Gegensatz dazu können durch semantische Technologien inhaltliche Bedeutungen erkannt und eingeordnet werden. Wenn der Computer die inhaltliche Bedeutung meiner Suchanfrage kennt, kann er präzisere Antworten liefern. Eine der Voraussetzungen dafür, dass der Computer "logische" Such-, Kommunikations- und Entscheidungsaufgaben übernehmen kann, sind maschinenlesbare Daten.

Voraussetzungen für ein neues Web

Ein elementarer Baustein für die Funktionsfähigkeit des semantischen Webs ist eine internetbasierte Wissensstruktur. Das ist eine Database, die nicht bloß aus einer Ansammlung von Informationen besteht, sondern aus einer Datenbasis mit Metadaten, die diese Informationen vernetzen und beschreiben. Entscheidend ist die Art der Verknüpfung dieser Informationen, um eine intelligente bzw. kontextbasierte Verknüpfung zu ermöglichen.

Die formale Sprache für die Bereitstellung der Metadaten heißt RDF (Resource Description Framework). Mit dieser Auszeichnungssprache wird das Web um maschinenlesbare Daten erweitert, die die Semantik der Inhalte formal festlegt.

Web 3.0 = (4C+P+VS)?

Ist die Formel für die neue Dimension des Internets nun Content, Commerce, Community, Context + Personalization + Vertical Search? Ich denke, diese Formel trifft es ganz gut. Zwar gibt es die einzelnen Bestandteile wie Community und Vertical Search bereits im Web 2.0., Commerce sogar schon im Web 1.0. Entscheidend ist aber die Kombination des Ganzen.

Sicherlich ist vorerst keine revolutionäre Wandlung des Webs zu erwarten, aber sicherlich werden immer mehr Web 3.0 Applikationen Einzug halten und peu à peu die Suche und den Zugang zu Informationen im Web verändern und verbessern. Dann muss man sich hoffentlich nicht mehr durch endlose Linklisten bei Google kämpfen, in Foren durch zahlreiche Seiten klicken, oder verzweifelt darauf hoffen, bei Plattformen wie Yahoo Clever oder Lycos IQ eine Antwort zu bekommen. Dann liefern Suchmaschinen endlich richtige und wertigere Antworten. Diese Entwicklung wird sicherlich auch entscheidendenden Einfluss auf das Suchmaschinenmarketing haben. Vielleicht heißt es dann demnächst: Smarter context and content communication!

Google Earth: Hamburg in 3D

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Nun ist es online: Wer mag, kann sich Hamburg ab sofort über Google Earth in der 3. Dimension anschauen. Das Projekt "Hamburg in 3D", eine Initiative von Hamburg@work, lädt zu einer virtuellen Tour durch Hamburg ein.

Einfach die neueste Version von Google Earth auf den Rechner laden, die 3D-Option aktivieren und die neuen Perspektiven genießen.
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Wer es ausprobieren möchte, sollte allerdings längere Wartezeiten für das Nachladen der Gebäudegrafiken mit einkalkulieren. So dauert es schon mal bis zu 90 Minuten, bis die komplette Innenstadt geladen wird.

Immerhin: Das Projekt zeigt anschaulich, wohin die Reise schon in naher Zukunft gehen könnte. Vielleicht ja sogar demnächst auch mit alt bekannten Werbeflächen ;-) ?