
Das Bild kennen wir alle: die deutschen Innenstädte werden überwiegend von tütenschleppenden Frauen auf Beutezug bevölkert. Aber nicht nur in den Fußgängerzonen deutscher Städte sind die Damen topp, sondern auch im Netz sind wir Spitzenreiterinnen unter den Europäern. So shoppen bereits 79% der deutschen Internetnutzerinnen online. Laut der Mediascope Europe 2007, einer Umfrage des europäischen Branchenverbandes der Onlinevermarkter (EIAA), kaufen deutsche Internetnutzerinnen - mit Ausnahme der Britinnen - häufiger ein als ihre europäischen Geschlechtsgenossinnen. Hierbei landen häufig Büchern (55%) und Modeprodukte (44%) im virtuellen Einkaufswagen. Das Shoppen in Online-Boutiquen steht demnach dem physikalischen Bummel in nichts nach. Insgesamt wurden im Halbjahr 177 Millionen Artikel vor allem bei Markenartiklern erworben, das sind rund 270% mehr als der europäische Durchschnitt. Aber auch beim Kaufen im Netz gilt für die Deutschen: Schnäppchen sind Trumpf. Da verwundert es nicht, dass der durchschnittliche Warenkorb mit 558 Euro unter dem des europäischen Durchschnittusers mit 747 Euro liegt. Angesichts des massiven Wachstums des Online-Shopping-Marktes (40% Wachstum in den letzten 2 Jahren), werden sich diese Zahlen bei den nächsten Auswertungen wohl noch erhöhen. Mal sehen, ob es den deutschen Internetusern gelingt, die Südkoreaner, die zu 99% angeben schon mal etwas im Netz gekauft zu haben, einholen können. Immerhin liegen wir derzeit mit 97% zusammen mit Großbritannien und Japan schon auf Platz 2. An den deutschen Kundinnen sollte es nicht scheitern...
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