Pfandhaus jetzt auch online

| | Kommentare (0) | TrackBacks (0)

pfandhaus.jpg

Pfand gegen Geld: Die jahrhunderte alte Idee ist nun auch von dem Offline- in den Online-Bereich gewandert. In Zeiten, in denen das Geld immer knapper und der Bedarf nach einer kurzfristigen Finanzspritze immer größer wird, etabliert die Strecker & Wittliff & Freiss GbR aus Steinbergen das Onlinepfandhaus mit dem griffigen Namen Pfandy.de. Das Geschäftsmodell, welches sich durch Transaktions-Provisionen finanziert, richtet sich laut Geschäftsführer Oleg Strecker „an alle Schichten: An Landbewohner, die für ein Pfandgeschäft nicht in die Großstadt fahren wollen. An Onlinebegeisterte oder die neue Generation, die teilweise schon Lebensmittel im Web einkauft. An User, deren Artikel bei den realen Pfandhäusern nicht angenommen werden." (Quelle: Internet World 06/08).

Wie funktioniert's?

Wie nutzerfreundlich ist nun das Konzept des „weltweit ersten Online-Pfandhauses"? Nach einer kurzen Registrierung kann der Nutzer zwischen „ich möchte etwas pfänden" und „ich möchte Geld verleihen" wählen. Dann kann man in vorgegebenen Kategorien entweder einen Artikel zur Verpfändung eingeben oder mit anderen Usern, die zu beleihende Artikel anbieten, in Kontakt treten. Der Rest ist Verhandlungssache und bleibt beiden Parteien vorbehalten. Pfandy.de spielt hierbei lediglich die Rolle der Vermittlungsplattform. Die Gebühr in Höhe von 2% der Endsumme wird vom Verpfänder getragen. Der Tausch der Ware gegen Geld wird dann wieder ganz traditionell offline vollzogen.

Fazit

Ein cleveres Konzept in einer durchaus professionellen und ansprechenden Aufmachung. Zudem ein weiterer Beweis für die Abkehr von Offline zu Online und dafür, dass kreativen und innovativen Geschäftsideen im Internet keine Grenzen gesetzt sind. Da das Portal allerdings erst seit 15.Februar dieses Jahres in der Beta-Version online ist, bleibt abzuwarten, ob es dieses Start-Up schafft, sich auf dem Online-Markt zu halten. Denn nur wenn die genannten Schichten wirklich den Weg vom Pfandhaus um die Ecke ins Internet finden, kann dieses Konzept funktionieren und das ehrgeizige Geschäftsziel des Unternehmens mit einem erwarteten Jahresumsatz in Höhe von 5 Millionen Euro (Transaktionsgebühren) erreicht werden. Und das bleibt mehr als fraglich. Denn auch wenn immer mehr Geld in diversen Onlineshops ausgegeben wird, so ist beim Thema Geld und Internet immer eine gewisse Vorsicht geboten, und nur User die sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, kaufen auch. Gerade bei größeren Summen sind das Vertrauen und die Schnelligkeit der Transaktion in der Offline-Welt wohl doch noch größer.

0 TrackBacks

Folgende Einträge anderer Blogs beziehen sich auf den Eintrag Pfandhaus jetzt auch online

TrackBack-URL dieses Eintrags: http://blog.sinnerschrader.de/mt/mt-tb.cgi/2119

Jetzt kommentieren


Geben Sie die Buchstaben ein, die Sie in obigem Bild sehen.