Mai 2008 Archive

Wissens- und Beurteilungsdefizite, die jenseits des "eigenen Tellerrandes" im Planungsgeschäft auftreten können, sind oft der Grundstein für Fehlentscheidungen im Beratungsgeschäft. Wer ganzheitliche Zusammenhänge - und damit die Probleme und Perspektiven anderer - nicht kennt, kann auch keine strategische Beratungsleistung erbringen. Im schlimmsten Fall sogar Empfehlungen erzeugen, die politisch nicht oder zumindest nicht ohne weitreichende Konsequenzen umsetzbar wären.

Ein plakatives Beispiel: es geht um Geld - um viel Geld. Nämlich um TV-Budgets, von denen wir "Onliner" gerne etwas hätten. Am liebsten einfach so, weil Online ja so toll funktioniert und ein zweistelliger Wachstumsmarkt ist. Stimmt zwar - ist aber nur die eine Seite der Medaille, denn die Auswirkungen solcher Empfehlungen sind weniger transparent. Und zudem auf Kundenseite bereits seit Jahren heiss diskutiert.

"Wieso sollte ich mich z.B. mit TV-Planung beschäftigen, wo ich doch in der Online-Planung schon genug Herausforderungen habe?" wird sich so mancher Mediakollege fragen...

Diese zurückhaltende Motivation ist hinsichtlich bekannter Auslastungssituationen und Weiterbildungsaufwende sicherlich verständlich, aber grundsätzlich eher als "bedenklich" zu bewerten. Erst recht, wenn Mediaplanung crossmedial erfolgreich sein soll.

Unsere Frage: "Kann es sich lohnen, auch ohne einen direkten wirtschaftlichen Nutzen, einmal einen (ggf. auch kostenintensiven) Perspektivenwechsel im Sinne der Media-Planungsprozesse auf Kundenseite durchzuführen?"

Wir wollten es wissen und haben uns mit mehreren Personen in ein mehrtägiges Seminar für klassische Media-Planung eingeschrieben (Kernzielgruppe Unternehmensentscheider/Marketingleiter und Mediaabteilungen der Unternehmen). Nur knapp 10%(!) der Schulungszeit entfiel dabei auf die Disziplin Online. Mehr als 40%(!) auf TV, ca. 30% auf Print und Radio und der Rest auf Out-of-Home-Medien und Verbandsthemen (OWM/Status: Code-of-Conduct, Agentur-Verträge).

Da saßen wir nun (unter Kunden) und lernten anhand diverser Praxisbeispiele alles Wissenswerte über GRPs, Kontaktklassen, Zeitschienen, G-Werte, Einkaufs- und Rabattmodelle aus Unternehmenssicht. Von letzteren gab es derart viele, dass wir unseren Anspruch nach Übersicht und Praxisrelevanz irgendwann aufgaben...

Nach diversen hochkarätigen Vorlesungen stand fest, dass Online und Offline-Medien zwar einige Gemeinsamkeiten aufweisen, aber im Planungs- und Effizienzbereich wenig miteinander verglichen werden können. Während man im TV-Geschäft offensichtlich dem optimalen Cost-per-GRP (Kosten pro Werbedruck) "hinterheroptimiert", um Einkaufskonditionen nachhaltig zu senken, befassen wir uns im Online-Bereich mit Conversion- und Targeting-Optimierung - also mehr mit der Erreichbarkeit von "echten" Zielgruppensegmenten jenseits der Planungstheorien. Anschaulicher konnte die Bandbreite zwischen Branding-orientierter Planung und Produkt-orientierter Absatzoptimierung in der Media eigentlich nicht sein. Und genau hier fangen die Probleme auf Kunden(Unternehmens)seite an. Einzelpersonen können diese Bandbreite im Detail- und Praxiswissen i.d.R. nicht mehr bewältigen. Kostenrelationen zwischen Channel-übergreifender Medialeistung und Marktpreisniveaus können zukünftig nicht mehr ohne Expertenhilfe ermittelt und verhandelt werden. Das Media-Buying hat seinen "gefühlten" Zenit an Komplexität bereits erreicht. Neue Medienkanäle werden daran nichts mehr ändern.

Aus unserem "Perspektivwechsel" leiten wir im Nachgang der Schulung einige diskutable Thesen für die Zukunft ab:

  • unabhängige Media-Prüfungsgesellschaften (independent media auditing) werden künftig noch wichtiger (Online begegnet diesem Controlling-Trend zunehmend mit hoher Transparenz und weniger Sondervereinbarungen zwischen Agentur und Werbeträgern ). Diesem Thema werden wir uns im Mediabrief bald noch gesondert zuwenden.
  • zentrale Media-Einkäufe (über alle Gattungen hinweg) sind Wunschdenken bzw. in der Praxis hoch komplex (Online wird sich daher voraussichtlich noch einige Zeit über eine vom klassischen Media-Budget entkoppelte Steuerung der Online-Budgets freuen dürfen)
  • Media-Budgets können nicht "einfach" geshiftet werden, wie wir Onliner uns das pauschal durch Verweis auf neue Branding-Möglichkeiten erhoffen, sondern verlangen umfangreiche Analysen hinsichtlich Zielerreichungsparametern und Wechselwirkungen (Online-Budgets werden nur analog zur Online-Gesamtreichweite in bestimmten Zielgruppen wachsen. TV bleibt Online in Kommunikationsthemen noch viele Jahre "überlegen" - trotz weiterhin fallender Tendenz.)
  • Internet ist primär ein Informations- und Vertriebskanal und hat mit Werbung aus Unternehmenssicht (noch) wenig zu tun (für diesen Satz ziehe ich mich schon einmal warm an ;-). Performance Marketing im Internet wird weiter wachsen)
  • Media-Agenturen könnten künftig eigene Wirtschaftsstufen im Handel werden und damit auf "eigene Rechnung gegenüber Werbungtreibenden agieren. Bei großen Budgets wird zunehmend auf Honorar-Basis mit erfolgsbezogenenen Anteilen gearbeitet.

Unser Fazit: Onliner, die einen Perspektivenwechsel riskieren und lernen, "wie ein Kunde" zu denken, erhalten übergreifendes Beratungspotential satt, wenn es um Budget-Perspektiven geht. In unserem konkreten Fall, die Leistungspotentiale des Internets im Vergleich zu anderen Medien besser einzuschätzen und unsinnige "Empfehlungen" zu vermeiden.

Nachdem Mediabrief bereits über die Merger-Mania im Online Bereich, speziell bei Adserver-Anbietern, berichtet hatte, hat die Konsolidierungswelle nun auch den Affiliate-Sektor erreicht. Entsteht auch hier ein Oligopol, ähnlich wie im Suchmaschinenbereich?

Marktverschiebung durch Übernahme

Nachdem Mitte März das Affiliate-Netzwerk belboon, das zur YOC AG gehört, den Konkurrenten adbutler zu 100% übernommen hatte, bilden sich im Affiliate Segment neue Marktgrößen. Oliver Flaskämper, Vorstand der Priority AG, erwartet von der Fusion der beiden Netzwerke sogar die Chance der Marktführerschaft.

Fest steht bereits jetzt, dass durch den Zusammenschluss der Plattformen und den dazugehörigen Merchants und Affiliates das „neue" Netzwerk zur Nummer 3 hinter Affilinet und Zanox herangewachsen ist. Adbutler mit etwa 800 und belboon mit ca. 250 Partnerprogrammen würden bei einer kompletten Fusion abzüglich der Überschneidungen etwa 1000 Partnerprogramme anbieten. Damit ziehen sie mengenmäßig sogar an affilinet und Zanox vorbei. Was allerdings die Zahl der Affiliates angeht müssen sich die beiden noch etwas anstrengen. Hier liegen affilinet und Zanox mit klar sechsstelligen Affiliatezahlen deutlich vor „belbutler" oder „adboon". Auch haben wiederholten Umfragen von Affiliate-people.de gezeigt, dass affilinet mit 75 und Zanox mit 65% klare Sieger in der Gunst der Affiliates sind.

Laut Unternehmensangeben sollen adbutler und belboon allerdings noch bis Herbst dieses Jahres getrennt voneinander weiterlaufen. Für Partnerprogrammbetreiber und Pubsliher ändert sich somit zunächst nichts.

Weniger Vielfalt durch Konsolidierung?

Was bedeutet nun die Verdichtung eines Oligopols im Affiliate Segment sowohl für Merchants als auch für Affiliates? Ist diese Entwicklung für eine der beiden Seiten als nachteilig zu betrachten, oder ergeben sich durch die Fusionen durchaus Vorteile? Nachteilig ist sicherlich dass - wie auch auf anderen Märkten bereits geschehen - die großen Player sukzessive kleinere Marktteilnehmer verdrängen. So kann es durchaus sein, dass sich der ein oder andere Affiliate von seinem Lieblingsnetzwerk verabschieden muss. Auch der Verhandlungsspielraum und die Auswahl der Merchants für die Schaltung ihres Partnerprogramms werden eingeschränkter, müssen sie sich doch im Endeffekt den „Großmächten" beugen.

Allerdings hat eine Marktverdichtung und Konzentration auf wenige Netzwerke auch Vorteile. So erleichtert es sowohl für Merchants als auch Affiliates die Auswahl, wo sie sich anmelden wollen. Auch die Ansprechpartner für Agenturen dezimieren sich. Zudem ermöglichen die reduzierten Systeme vereinfachte Abrechnungen, Erstellungen von Statistiken etc. pp. da diese bei den vielfältigen Netzwerken doch sehr unterschiedlich waren. Zusammenschlüssen können zudem gestärkte Affiliate-Netzwerke hervorbringen, die klar von Synergien und Erfahrungen hinsichtlich der technischen Komponente aber auch der gesamten Abwicklung profitieren.

Ausblick

Wie wird sich nun der Markt weiterentwickeln, wird es zu weiteren Konsolidierungen kommen? Affiliate-Marketing ist laut OVK-Statistik weiter auf Wachstumskurs, für 2008 werden rund 25% erwartet. Maßgeblich dafür verantwortlich werden die großen Netzwerke sein. Durch diese erste Fusion ist höchstwahrscheinlich auch weiteren Fusionen die Tür geöffnet. Diese sind aber meist eine logische Konsequenz um weiter wachsen zu können. Auch muss diese Zusammenführung - wie bereits dargestellt - nicht unbedingt negativ zu werten sein. Nischenanbieter, die durch ihre spezielle Ausrichtung bei den Affiliates gefragt sind, wird es neben den Marktmächten sicherlich weiterhin geben. Die nächste größere Neuordnung der Landschaft ist durch die Internationalisierung des Marktes zu erwarten.

Mobile Nutzung des Internets, ein weiteres vieldiskutiertes Thema. Immer mehr Kunden wollen mehr, als nur Telefonieren. Spielen, Arbeiten, Surfen, die Anforderungen sind vielfältig. Doch wie sehr ist das mobile Internet bereits verbreitet, wie userfreundlich ist es und wie sehen die Vermarktungsmöglichkeiten derzeit aus?

Verbreitung

Betrachtet man die reine Internetfähigkeit von Handys, so erfüllt fast jedes aktuelle Modell, welches derzeit auf dem Markt angeboten wird, die Voraussetzungen für den Zugang ins Netz. Ob nun mittels Wlan, UMTS oder GPRS, technisch sind die meisten Geräte gerüstet. Andererseits fällt auch auf, dass der Verkauf von reinen Smartphones wie z.B. des iPhones vor allem auf dem deutschen Markt sehr schleppend verlief und weit hinter den Erwartungen zurück blieb. Ursache hierfür ist zum einen der hohe Preis, die Bindung an einen Mobilfunkanbieter (T-Mobile) und die hohen Preise der Internetnutzung.

Handy TV

Nachdem vom Plattformbetreiber-Konsortium Mobile 3.0 bereits letztes Jahr der große Roll-out von Handy TV mittels DVB-H Standard angekündigt worden war, wird die tatsächliche Ausstrahlung wahrscheinlich nicht mehr zur Fußball EM realisiert werden. Die technische Innovation steht in Deutschland mal wieder auf tönernen Füßen. Digital TV - ein Riese, der lahmt. Neben fehlenden Mobilfunknetzbetreibern, die mit diesem Standard arbeiten, gibt es immer noch keinen Vertrag mit dem Netzbetreiber Media & Broadcast, der für den Aufbau und die Wartung des Sendenetzes zuständig ist.

Internetnutzung

Laut dem Marktforschungsinstitut Forrester Research wird die mobile Internetnutzung in den kommenden Jahren stark zunehmen. So sollen im Jahre 2013 38% aller Mobilfunknutzer in Westeuropa mobil im Internet unterwegs sein, dreimal mehr als heute. Dieser Anstieg der Internetservicenutzung via Smartphones ist zum einen auf die technologische Weiterentwicklung der Endgeräte und deren Verbreitung zurückzuführen, aber auch auf das steigende Angebot immer günstiger werdender Flatrates.

Mobile Websites

Zwar ist grundsätzlich das gesamte Informationspotential des Internets auf das mobile Endgerät übertragbar, allerdings gilt es bei der Darstellungsweise klare Regeln zu beachten. Nicht nur aufgrund der wesentlich geringeren Bildschirmgröße sind die Struktur, das Design und der Inhalt grundsätzlich anders zu gestalten als für den gewöhnlichen PC-User. Außerdem muss sich jedes Unternehmen, welches plant das Angebot auch mobil anzubieten, ernsthaft fragen, ob der User, wenn er mit einem derart kleinen Gerät einhändig unterwegs ist, diesen Service (wie das Blättern in einem Katalog) wirklich braucht. Leider sind viele mobile Services derzeit noch etwas unterentwickelt, hier wird es sicherlich ähnlich wie bei dem Transfer von Print ins Internet noch dauern, bis die Entwicklung entsprechend vorangeschritten ist und sich zu einem eigenständigen Redaktions- und Abteilungsbereich entwickelt hat.

Mobile Ads

Stellt sich anschließend gleich die Frage, wie es um die Werbemöglichkeiten auf dem mobilen Bildschirm steht. Entsprechend schleppend wie die eigentliche Entwicklung der mobilen Sites ist auch die Möglichkeit der mobilen Bewerbung von Produkten / Diensten. Anders als beispielsweise in den USA, wo es bereits Studien zur Klickraten von Mobile Ads gibt, mutet die Meldung von Yoc und Jamba über den Start des Mobile Affiliate Programms schon wie eine kleine Sensation an. Zwar verzeichnet Marktriese Google bei der Verbreitung der mobilen Anzeigen einen steigenden Trend, und bei bestimmten Produkten wie beispielsweise Klingeltöne sind diese Anzeigen mit Sicherheit auch erfolgversprechend, Display-Advertising, QRC-Codes und andere mobile Möglichkeiten sind aber weiterhin größtenteils Zukunftsmusik. So investiert auch kaum ein Unternehmen wesentliche Summe in Mobile Marketing. Warum auch? So lange die Verbreitung der Smartphones und die entsprechende Nutzung noch gering sind, mobile Websites noch nicht sauber programmiert sind und das scheinbare Interesse daran auch recht zurückhaltend sind, lohnt eine übermäßige Investition in den Marketingbereich nicht.

OMD versus DMEX

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Da muss sich die digitale Wirtschaft ab nächstem Jahr wohl entscheiden, wo sie auftritt: OMD oder DMEX, Düsseldorf oder Köln, das ist hier die Frage. Nachdem Arndt Groth, Präsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW), Mitte April bestätigt hatte, dass der Vertrag mit den Betreibern der Online Marketing Düsseldorf (OMD) aufgrund von fehlenden Raumkapazitäten gekündigt worden war, taten sich flux neue Konzepte auf. Digital Marketing Exposition (DMEX) heißt das neue Messekind, welches ab September 2009 in Köln zur zentralen Plattform für die gesamte Digital-Marketing-Branche werden soll. Geschätzte 250 Aussteller werden zum Start erwartet. Ziel der DMEX soll es sein, eine hochwertige Branchenplattform zu bilden, um Marketing-Entscheidern aus Unternehmen und Agenturen einen kompletten Überblick des Marktes zu geben und neue Trends zu vermitteln.

Reaktionen

In einer ersten Online-Umfrage des Fachblattes HORIZONT lehnte eine knappe Mehrheit der 421 votenden User eine zweite Messe ab. Dahingegen unterstützt das Fachforum Online-Mediaagenturen (FOMA) das vom BVDW getriebene Konzept. Somit ist damit zu rechnen, dass auch ein Großteil der Mediaagenturen den Schwenk zur DMEX mitmachen wird. Möglicherweise das Aus für die OMD, und zwar schon im nächsten Jahr. Trotz der positiven Grundstimmung gegenüber der DMEX seitens der Branchenteilnehmer gibt es starken Unmut über die Art und Weise der BVDW-Kommunikation. Für die meisten kam diese Neuausrichtung völlig überraschend, auch die FOMA hatte vorab diesbezüglich keine Information zur Planung und den zugrundeliegenden Beweggründen erhalten.

screenshot_qlikview_neu.jpgDas entscheidende Argument beim Treffen von Businessentscheidungen war und sind Daten und Fakten aus Reportings und Analysen. Ohne diese aufbereiteten Leistungswerte der Vergangenheit kommt kein Mediaentscheider mehr aus.


Das Kernproblem

Die Problematik besteht darin, die Daten schnell, übersichtlich und in Echtzeit aufbereiten zu können. Nur bei aktuellen Auswertungen und übersichtlichen und umfassenden Auswertungsmöglichkeiten ist es Mediamanagern möglich, zeitnah die richtige Entscheidung zu treffen. Und Zeit ist gerade in der Medienbranche ein kritischer Faktor. Viele Marketingberichte bestehen heutzutage aus einer Vielzahl unterschiedlicher Excel- und Reportquellen. In diesen Reportings werden recht einseitige Betrachtungen einzeln nach Geschäftsmodellen ausgewiesen, wahre Datenwüsten die sich hier darstellen. Ohne Excel-Spezialisten oder IT-Fachleute kaum abbildbar und zeitaufwendig zu matchen. Doch es gibt eine andere, smartere Lösung: BI-Tools.

BI-Tools

Eine intuitive und flexible Lösung für diese komplexe Anforderung hat die Firma QlikTech herausgebracht. QlikView heißt das Tool, welches eine channelübergreifende Datenaggregation erlaubt. Das voll mandantenfähige System für das Multichannelcontrolling/-reporting verdichtet Performance-Ist-Werte verschiedener Datenquellen mit kaufmännischen Daten aller Art wie Einkaufskonditionen von Werbeplatzierungen, Abrechnungsmodelle, Absatzgebiete etc. pp. Diese Datenaggregation ermöglicht durch die umfassenden Datensätze und die graphischen Darstellungsmöglichkeiten eine schnelle und effiziente Werbewirksamkeitsanalyse aller Kanäle. Pivotierungen und Sonderauswertungen werden „zum Kinderspiel".

Vorteile für Businessentscheider

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Der Vorteile für Fachabteilungen liegen auf der Hand: einfache und individuelle Auswertungen in Echtzeit. Und dieses ganz ohne den Zugriff auf eine spezielle Analyse- oder IT-Abteilung. Das Problem ist heutzutage oftmals, dass diese Auswertungen von speziellen Analyseabteilungen gefahren werden, die den Zugriff auf technisch komplexe Reportingtools haben, und hierbei durch technische Abteilungen bei der Einrichtung von Schnittstellen unterstützt werden. Mithilfe eines solchen BI-Tools kann die Mediafachabteilung wesentlich freier und flexibler arbeiten. Lediglich die Installation des Tools erfordert den Support der IT-Abteilung, die weitere Bedienung erfolgt - wie das Tool bereits im Namen verrät - per K(Q)li(c)k. Die Auswertung erfolgt in-memory und ermöglicht analog der installierten Speicher- und CPU-Kapazitäten eine Ad-Hoc Auswertung. Echtzeit und umfassende Übersicht, zwei entscheidende Faktoren um im heutigen Online-Marketing ganz vorne mitzuspielen.

Get realtime

Nicht nur für Mediaentscheider auf Agenturseite ist dieses Tool interessant, sondern auch für deren Kunden. SinnerSchrader hat dieses Tool bereits für einige seiner Kunden installiert und bietet darüber hinaus interessierten Werbekunden Beratungs- und Betriebsleistungen an. Kommunikation auf Augenhöhe ist hier das Motto.


aes.jpgf19781e98_5649483.jpgEin Schulterblick zu diesem Datenaggregationstool und dessen USP wird am 15. Mai auf der next08 gewährt. Hier werden André Jonske, Leiter Media von SinnerSchrader, und Alistair Eaves, Business Development Manager von QlikTech, diverse Showcases präsentieren. Hier geht's zur Anmeldung.

Heute schaut der Mediabrief mal wieder über den großen Teich und berichtet, was sich dort in Bezug auf Ad Networks gerade entwickelt. Anlass hierfür bietet die aktuelle Studie „The 2008 Ad Network Survey" von Collective Media, eine der führenden Online Advertising Netzwerke in den USA mit Spezialisierung im Bereich der Premium Publisher und Advertiser. Befragt wurden sowohl Agenturen wie auch Direkt-Werbetreibende.

Hier einige Essentials aus der Studie:

  • 89,2% der Befragten sind der Meinung, dass durchaus Unterschiede in den Ad Networks bestehen - speziell im Hinblick auf die Inventarqualität, Targeting-Möglichkeiten und die Site-Transparenz.
  • Wurden in 2007 noch Reichweite und Effizienz als Hauptmotivatoren für die Nutzung von Ad Networks angegeben, so stand 2008 klar das Thema Targeting im Fokus.
  • Bezüglich der Werbeausgaben planen die Agenturen und die Werbetreibenden in 2008 mehr in Ad Networks zu investieren. Wobei ca. 75% der Befragten bereit sind, 5% oder mehr ihrer Gesamtwerbebudgets via Ad Networks auszugeben. Mehr als 25% der Befragten würden sogar 15% und mehr ausgeben.
  • Ad Networks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bei der Nutzung durch Branding- und Direkt Marketing-Werbetreibenden ist in 2008 ein Anstieg um 20 Prozentpunkt auf nun 59,2% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Nur 13,4% der Befragten gaben an, dass sie Ad Networks ausschließlich für Aktivitäten im Direkt Marketing Bereich nutzen.
  • Der Trend geht eindeutig zur Präferenz von Ad Networks, die bekannte Portale im Portfolio haben.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich der Ad Networks Markt in den USA weiterentwickeln wird und inwieweit diese Entwicklungen auch Einfluss auf den deutschen Online Werbemarkt haben werden.

server_kabelsalat.jpgVor kurzem hat die Bundesnetzagentur ihren Jahresbericht 2007 vorgelegt. Daraus geht hervor, dass mittlerweile 8,7 Millionen UMTS-fähige Endgeräte - hauptsächlich Mobiltelefone und Notebook-Karten - auf Empfang sind. Der Anstieg im Vergleich zu 2005 beträgt satte 263 Prozent und auch das übertragene Datenvolumen konnte sich im Vergleich zu 2006 mit 1,7 Millionen GByte verdoppeln.

Als Hauptgründe für diese durchaus anständigen Wachstumszahlen nennt der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurt, die Netzabdeckung, die mittlerweile 80 gefühlte 40 Prozent der Bevölkerung erreicht, sowie die immer besser werdende Übertragungsgeschwindigkeiten von drei bis sieben Mbit/s.
Weitere Faktoren sind sicherlich auch die sinkenden Preise der Provider für die Datennutzung sowie immer mehr Flatrate-Angebote.

Es spricht aktuell wohl nicht viel gegen eine andere zukünftige Entwicklung, womit die Weichen für "mobile marketing" endgültig gestellt worden sein sollten. Und damit ist nicht eine Adaption der "Standard"-Banner für mobile Endgeräte gemeint.

Community Werbung mit Datenschutz

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Das problematische Thema Werbung in Social Networks beschäftigt Mediabrief auch weiterhin. Nachdem bereits viel geschrieben wurde über die Problematik von Behavorial Targeting, die Userakzeptanz von personalisierter Werbung und die problematische Verwendung der Userdaten zur Werbezwecken (s. Änderung der AGBs bei studiVZ.net), will nun der Technologieanbieter nugg.ad die Vermarktung auf eben diesen Plattformen erleichtern.

Da die Vermarktung von Social Networks in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat, wollen immer mehr Werbetreibende diese enormen Reichweiten ausnutzen. Besonders interessant ist in diesem Bereich natürlich die gezielte Bewerbung und Selektion der Zielgruppen, möglich gemacht durch die weitreichenden Userangaben auf den Profilen. Für wie viel Aufruhr aber eben diese Verwendung der Userangaben für die Aussteuerung der Werbung gesorgt hat, zeigte der Fall StudiVZ.

Für eben diese Problematik will der Fachanbieter von Behavioral Targeting Lösungen nun mit nugg.ad social, eine Brücke bauen. Das Tool, entwickelt speziell für den Einsatz auf sogenannten Web 2.0 Plattformen, ermöglicht laut dem Hersteller eine „datenschutzkonforme Aussteuerung von Werbung." Konkret bedeutet dies, dass das Tool nicht direkt auf Nutzerdaten zugreift, sondern sich statistischer Schätzungen und anonymisierter, aufbereiteter Daten aus den Plattformen bedient, und so in passgenaue und reichweitenstarke Zielgruppen „übersetzt".