Über den Teich geschaut: Online Ad Networks erfreuen sich großer Beliebtheit

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Heute schaut der Mediabrief mal wieder über den großen Teich und berichtet, was sich dort in Bezug auf Ad Networks gerade entwickelt. Anlass hierfür bietet die aktuelle Studie „The 2008 Ad Network Survey" von Collective Media, eine der führenden Online Advertising Netzwerke in den USA mit Spezialisierung im Bereich der Premium Publisher und Advertiser. Befragt wurden sowohl Agenturen wie auch Direkt-Werbetreibende.

Hier einige Essentials aus der Studie:

  • 89,2% der Befragten sind der Meinung, dass durchaus Unterschiede in den Ad Networks bestehen - speziell im Hinblick auf die Inventarqualität, Targeting-Möglichkeiten und die Site-Transparenz.
  • Wurden in 2007 noch Reichweite und Effizienz als Hauptmotivatoren für die Nutzung von Ad Networks angegeben, so stand 2008 klar das Thema Targeting im Fokus.
  • Bezüglich der Werbeausgaben planen die Agenturen und die Werbetreibenden in 2008 mehr in Ad Networks zu investieren. Wobei ca. 75% der Befragten bereit sind, 5% oder mehr ihrer Gesamtwerbebudgets via Ad Networks auszugeben. Mehr als 25% der Befragten würden sogar 15% und mehr ausgeben.
  • Ad Networks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bei der Nutzung durch Branding- und Direkt Marketing-Werbetreibenden ist in 2008 ein Anstieg um 20 Prozentpunkt auf nun 59,2% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Nur 13,4% der Befragten gaben an, dass sie Ad Networks ausschließlich für Aktivitäten im Direkt Marketing Bereich nutzen.
  • Der Trend geht eindeutig zur Präferenz von Ad Networks, die bekannte Portale im Portfolio haben.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich der Ad Networks Markt in den USA weiterentwickeln wird und inwieweit diese Entwicklungen auch Einfluss auf den deutschen Online Werbemarkt haben werden.

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2 Kommentare

Gibt es in den USA die Rolle der Vermarkter wie in Deutschland? Mein Eindruck ist, es gibt nur eigenen Vertrieb und Netzwerke.

Sind die "Vermarkter" ein typisch deutsches Phänomen?

Netzwerke schaffen mehr Transparenz und mehr Wettbewerb. Ist es nicht heute schon so, dass selbst Webseiten mit grosser Reichweite pro 1000 ausgelieferte Seiten bestenfalls 1 Euro Werbeeinnahmen erzielen? Da sich fast auf jeder Seite mindestens ein Werbemittel befindet, heisst das ja, dass der durchschnittliche TKP vielleicht 50 Cent beträgt.

Nur wer Hunderte von Millionen von PIs hat, kann noch signifikante Werbeumsätze erwirtschaften.

Oder?

Adnetworks in den USA und auch in UK sind wahrhaftig etwas ganz anderes als wir das aus Deutschland kennen. Bei einem Besuch neulich wurde mir berichtet, dass Publisher (= Seiteneigner) oft lediglich 20 bis 40% ihres Inventars direkt vermarkten, während der Rest über Networks verhökert wird. Da diese Verträge nicht exklusiv sind oft bei uns i Deutschland, kommt es zu absurden Reichweiten in den Statistiken. Da hat einer 85%, der nächste 77%, dann einer 73% ... aufsummiert hätte die USA so 1200% Reichweite oder 2,3 Mrd. Unique User ;-)

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