
Obwohl diese Woche in vier deutschen Großstädten, darunter Hamburg, München, Frankfurt und Hannover, der Testbetrieb von Handy-TV via DVB-H aufgenommen wurde, müssen Fußball-Fans in die Röhre kucken. Laut Plattformbetreiber Mobile 3.0 war es „aus rechtlichen Gründen nicht möglich zur Fußball-EM Mobile-TV auf der Basis von DVB-H in dem ursprünglich geplanten Umfeld anzubieten".
Satz mit x, war wohl nix. Jetzt soll der DVB-H Standard erst Ende des Jahres zu echtem Mobile-TV führen, genaueres bleibt abzuwarten...
Eine Lösung heißt DVB-T. Alle nicht-Kabel-User kennen die kleine Box mit der Empfangsantenne für digitales Fernsehen, die sich nach dem Abschalten des Antennenfernsehens in Deutschland stark verbreitet hat. Jetzt sind die ersten Handys auf dem Markt, die ebenfalls dieses reguläre TV-Signal empfangen können.
Eine großangelegte Kampagne pünktlich zum Start der EM kommt aus dem Hause LG, die mit dem Modell HB620T ein Mobiltelefon anbieten, welches mittels einer Antenne das sogenannte Überallfernsehen empfangen kann. Nun können die User auf einem 2 Zoll großen Display im fernsehfreundlichen Querformat sowohl die EM sowie auch jegliches anderes digitales Fernsehprogramm genießen, und das völlig kostenfrei. Damit dürfte DVB-T ein ernstzunehmender Konkurrent für DVB-H geworden sein, Vorsprung durch Schnelligkeit und Kostenfreiheit, 1:0. Vielleicht schon das vorzeitige Aus für DVB-H?
Stellt sich nur noch die Frage, wie viele wirklich dieses Angebot nutzen. Sicher ist, dass die Nachfrage nach mobilen Applikationen stetig steigt. Ob nun Shopping, Business oder Unterhaltung, Mobilität ist Trumpf. Aber ob sich auf einem 2 Zoll großen Display wirklicher Fernsehgenuß realisieren lässt, bzw. der Zuschauer überhaupt den Ball sieht, ist mehr als fraglich.