Die aktuellen Ausgaben für Online-Advertising steigen und steigen - ist dies eine Neuigkeit? Nein, nicht wirklich. Wenn aber die Ausgaben für Online-Aktivitäten die Ausgaben für TV-, Radio- und Kino-Werbung (gesamt) übersteigen, dann schon. Dies geht aus der aktuellen Studie der Beratungsfirma Outsell hervor, die sich mit den Werbeausgaben im amerikanischen Markt beschäftigt.
Demnach werden die Unternehmen in den USA dieses Jahr ca. 105,3 Mrd. Dollar in Online-Aktivitäten investieren. Im Vergleich hierzu werden voraussichtlich lediglich ca. 98,5 Mrd. Dollar in die TV-, Radio- und Kino-Werbung fließen.
Allerdings betrachtet Outsell die Online-Spendings etwas differenzierter. Die genannten 105,3 Mrd. Dollar werden nicht alleine für Display-Advertising, Suchmaschinen-Marketing etc. aufgewendet. Einen Großteil der Summe wird stattdessen von den Unternehmen in die Gestaltung ihre eigenen Websites und -shops (65,1 Mrd. Dollar) investiert.
Die Werbeaudgaben im Print-Sektor werden im Vergleich hierzu laut der Prognose von Outsell in 2008 immer noch einen großen Anteil ausmachen, aber auch hier ist mit einer Senkung von ca. 4% zu rechnen.
Welchen Trend können wir hieraus ablesen? Dass sich die Unternehmen in den USA nicht mehr alleine auf die Angebote der klassischen Medienhäuser zur Erreichung ihrer Zielgruppen verlassen? Dass die Medienhäuser und Verlage zukünftig umdenken müssen und neue Geschäftsfelder schaffen werden? Oder dass dies eine Chance für Interaktivagenturen offenbart, die hieraus ihren Vorteil gegenüber den klassischen Mediaagenturen ziehen können, da Website/Shop-Design künftig einen größeren Stellenwert einnehmen wird?
Wir dürfen gespannt sein, ob und wann dieses Werbespendingverhalten über den großen Teich auch zu uns rüberschwappt.
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