September 2008 Archive

Düsseldorf,18 Grad Außentemperatur, gefühlte 45 Grad Innentemperatur. Die Online-Marketing Düsseldorf bot auch dieses Jahr in zwei großen Hallen Online Marketing Angebote in Hülle und Fülle. Zwei Tage lang präsentierten Vermarkter, Agenturen und technische Dienstleister aller Couleur ihre Produkte und Dienstleistungen. Einzig der Messestand von MIVA blieb aufgrund der einen Tag vorher bekanntgewordenen Standortschließung leer. Stattdessen bildete sich hier eine kleine Chill-Out Area mit Sitzsäcken.

Die Leitmesse erreichte dieses Jahr mit 20.000 Besuchern einen neuen Rekord. Neben Socialising und Netzwerkbildung fanden auch viele konkrete Gespräche statt. Im Gegensatz zum Vorjahr begannen die ersten Standpartys bereits um 16 Uhr, dafür aber war die Messe am letzten Tag auch nachmittags noch gut besucht. Online Marketing boomt, das hat diese Veranstaltung mal wieder bewiesen. Nächstes Jahr hingegen wird nicht nur das Wachstum im Bereich Online Marketing zurückgehen, sondern auch die Besuchermassen auf der OMD. So haben sich doch die großen Vermarkter für die in Köln stattfindende DMEX ausgesprochen, und die wenigsten werden sicherlich zwei Messeauftritte in Erwägung ziehen. Aber es gibt ja noch andere attraktive Veranstaltungen im Bereich digitales Marketing. See you next year!

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Bei strahlendem Spätsommerwetter startete die SinnerSchrader Galeere am vergangenen Wochenende bei „Enter the Dragon", dem internationalen Drachenbootfestival auf der Binnenalster in der schönsten Stadt Deutschlands. Trotz Unterbesetzung und nur zweimaligem Training zeigten die Jungs und Mädels der Interaktivagentur, dass sie nicht nur im Internet viel bewegen, sondern auch im Boot ordentlich PS auf die Straße aufs Wasser bringen. Bereits im ersten Lauf verwiesen sie mit einer tollen Zeit von 1:09 Minuten rund zweidrittel der anderen Teams auf ihre Plätze. Da sah so mancher Suchmaschinenanbieter und Comic-Verleger alt aus. Auch in den folgenden Rennen zeigte die Mannschaft dank Takt Schlaggefühl eine tolle Leistung. Im erstklassigen C-Finale schließlich erpaddelte die SinnerSchrader Galeere den ersten Platz. Wir gratulieren den Paddler/innen vom „Drag on Drop off"-Team und freuen uns schon auf das nächste erfolgreiche Jahr! Herzlichen Glückwunsch!

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OMD 2008: Ausblick und Trends

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Alle Jahre wieder: es ist September und die OMD steht vor der Tür. Möglicherweise zum letzten Mal (s. die Diskussion um die DMEX) pilgert alles, was in der Online-Branche Rang und Namen hat, nach Düsseldorf. Zum mittlerweile 9. Male öffnet die Online Marketing Düsseldorf am 17. und 18. September den Fachbesuchern die Pforten zu insgesamt 3 Messehallen. Mit rund 400 Ausstellern von A wie adconion bis Z wie Zanox wird die diesjährige Messe sicherlich den Besucherrekord von 10.900 nationalen und internationalen Fachleuten aus dem letzten Jahr übertreffen.

Wirft man einen Blick in das Workshop- und Kongress-Programm, so zeigen sich auch dieses Jahr einige einschlägige Trends, die möglicherweise richtungweisend für das kommende Jahr sein werden. Hier die Hauptthemen im Überblick:

  • Mobile Marketing: Bereits letztes Jahr eines der Hauptthemen, dieses Jahr erneut ein zentrales Thema aufgrund der weit fortgeschrittenen Technologie (s. iPhone).
  • Performance Marketing: Neben dem Markenaufbau durch Brand Marketing ein immer stärker fokussierter Bereich.
  • Crossmedialer Marketing Mix, z.B. zwischen TV und Online.
  • Video-Ads: Auch Bewegtbildwerbung rückt aufgrund des immer größer werdenden Online-TV-Angebots mehr und mehr in das Zentrum des Interesses der Online-Werbeindustrie.
  • Netzwerke: Anbieter wie Platform-A stellen ihre Vermarktungsmöglichkeiten vor.
  • Social Networks: Diverse Projekte präsentieren ihre Case-Studies.
  • (Behavioral) Targeting: Weiterhin ein wichtiges Thema, speziell hinsichtlich Performance Marketing.
Das Media-Team von SinnerSchrader freut sich auf spannende Kontakte und anregende Gespräche. Wir sehen uns auf der OMD!

Neue virtuelle Welt: Twinity

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Nachdem andere virtuelle Welten (z.B. Second Life) quasi schon tot sind und sich marketingtechnisch als Desaster erwiesen haben, wagt jetzt das Start-Up Metaversum einen neuen Versuch. Twinity heißt das Kind aus der Entwicklerschmiede des Berliner Unternehmens. Diese Zwillingswelt der Hauptstadt ist seit Freitag in der Beta für jeden zugänglich.

Dein Berlin, jetzt virtuell

Mediabrief hat den Live-Test gemacht und einen Online-Ausflug in die Spreemetropole gewagt. Nachdem das 247 MB starke Set-Up endlich gedownloaded war, ging's mittels des Log-Ins los und schon stand ein benamter Avatar in einem Raum. Rein optisch schon eine Verbesserung zu der doch etwas pixeligen 3D Grafik von Second Life. Die Bedienung und Navigation durch die Straßen und Plätze Berlins allerdings erfordert schon etwas Übung. Auch scheint das Programm sowohl einen Hochleistungsrechner als auch die Standleitung mit immerhin 100 MBit schlichtweg zu überfordern. Immer wieder stoppt die Grafik, jegliche Aktionen wie das Bewegen in einen neuen Raum, die Veränderung des Avatars und sonstige Aktionen fordern dem User schon ziemlich viel Geduld ab. Auch legt sich die virtuelle Welt komplett über den Bildschirm, ein Wechseln zum normalen Desktop ist nicht ohne Ausloggen möglich. Vielleicht eine clevere Idee um den virtuellen Besucher länger zu binden?

Das Marketingkonzept

Die neue Cyberspacewelt Twinity soll natürlich nicht nur ein Spielplatz für Onliner ab 18 sein, die sich in virtuellen Sphären amüsieren und neue Social Communities bilden. Neben der kostenlosen Basis-Mitgliedschaft gibt es auch kostenpflichtige Nutzungsvorgänge. So wird der Konsument beim virtuellen Hauskauf zur Kasse gebeten, die Bezahlung erfolgt in der Währung Globals. Weiteres wichtiges Standbein soll die Vermarktung der Werbeflächen sein. Bei der In-World-Werbung sollen real existierende Marken parallel zur „Real-Welt-Werbung" virtuelle Plakate und Citylights belegen.

Platte Kopie oder Innovation

Was bietet nun diese neue virtuelle Welt, haben die Entwickler von den Problemen bei Second Life gelernt, oder ist dies nur eine billige Kopie? Ein Unterschied zu Second Life ist sicherlich, dass es sich hier nicht um eine reine virtuelle Fantasiewelt handelt, sondern um einen maßstabsgetreuen Nachbau einer realen Metropole. Weitere internationale Metropolen sollen in Zukunft folgen und die Städte virtuell erlebbar machen. Auch die Möglichkeiten seine Umgebung zu gestalten, dem Avatar ein eigenes Gesicht (per Fotoupload) zu geben und Communities aufzubauen, sind wesentlich stärker ausgeprägt als bei den Vorgängern. Ansonsten ist das Business-Modell und die grundsätzliche Erscheinung der Avatare nichts Neues.

Fazit

Nach einer halben Stunde Beschäftigung mit dem Programm, den Parallelen zu Second Life und den Erfahrungen der Vergangenheit rechne ich dem neuen Projekt kaum eine reelle Chance zu. Denn angesichts der sehr zeitintensiven Bedienung zielt dieses Projekt auf eine eher jüngere Zielgruppe ab, die dieses Zeitpensum und die Geduld mitbringt. Doch ist diese Zielgruppe die präferierte Werbezielgruppe? Gehöre ich doch selbst zu den Heavy-Usern, so ist der durchschnittliche Konsument kein Internet-Experte und oftmals schon mit der Bedienung von Webshops überfordert. Wie soll dieser Konsument in die virtuelle Welt eintauchen und somit auch die Werbung wahrnehmen bzw. daraus resultierend zum Käufer werden? Alles in allem: nettes Spielzeug, aber wohl kein tragfähiges Online-Marketingkonzept.


StudiVZ: Ausgeklickt?

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Auch im August musste die größte deutschte Internetcommunity StudiVZ einen weiteren Rückgang der Seitenaufrufe verzeichnen. Der Abwärtstrend seit März - unterbrochen von einem kurzen Hoch im Juli - setzt sich also fort. Laut IVW-Zahlen gingen die Werte um rund eine Milliarde PIs zurück (im Vergleich zum Vormonat). Das ist ein beachtlicher Wert. Aber was sind die Gründe für diesen dramatischen Rückgang: Sind die User klickmüde, communityfaul oder spielen technische Ursachen eine Rolle?



Klickverlust durch Ajax

Laut StudiVZ Chef Marcus Riecke sind die umfassenden Änderungen bei StudiVZ die Ursache für die geringe Klickzählung. So wird beim neuen Fotoalbum aufgrund der Verwendung der Slideshow-Funktion nur noch ein Klick ausgelöst. Zuvor musste der User alle Bilder einzeln auswählen und erzeugte so ein entsprechend höheres Klickvolumen. Auch der Einsatz der Ajax-Technologie führt zu dem Rückgang der Seitenaufrufe. So werden beim Einsatz dieser Technik einzelne Teile der Internetseite nachgeladen, ohne dass hier ein Seitenaufruf gezählt wird. Auch weitere Optimierungen und neue Funktionen wie z.B. der Messenger werden in Zukunft wohl zu einem Trafficrückgang führen.

Fazit

Welche Bedeutung und Aussagekraft haben diese Werte nun? In Online-Marketingkreisen haben reine PI-Werte längst an Bedeutung verloren. Wesentlich entscheidender sind die Unique User und deren Nutzungsverhalten, die Verweildauer auf den einzelnen (Unter-) Seiten und das Interesse an bestimmten Inhalten / Funktionen. Auch für Werbetreibende ist die Kennzahl PI eine reine Brutto-Reichweitenangabe, die eine wichtige Kennzahl bzgl. des Werbedrucks, speziell bei Branding-Kampagnen, sein kann. Für das immer stärker performance-ausgerichtete Online-Marketing-Business hingegen sind die einzelnen Nutzer und ihr Verhalten wesentlich interessanter. Diesen Trend kann man durch die immer stärkere Nutzung von Adserver-Technologien und die Nachfrage nach Behavioral Targeting ableiten.

Was StudiVZ und all die anderen Communities angeht ist der Trend hier aber wohl so oder so in absehbarer Zeit vorbei. Denn ein Wachstum ist aufgrund der jetzigen Größe kaum noch zu erwarten und die Euphorie, die anfänglich zu spüren war, lässt deutlich nach. So wird wohl nur noch eine kleine Kernzielgruppe auf Dauer dieses Produkt nutzen, weitere „Ableger" werden vom sich schnell verändernden Online-Markt verschwinden.

Der gerade erschienene Dialog Marketing Monitor, eine jährliche Erhebung der Deutschen Post, ausgeführt durch das Meinungsforschungsinstitut Ipsos, hat gezeigt: im deutschen Werbemarkt hat Dialogmarketing die Nase vorn. Demnach fließen 2/3 der gesamten Werbeaufwendung in Dialogmedien. Der Dialog mit dem Kunden, die direkte und individuelle Ansprache bisheriger und zukünftiger Konsumenten, ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Laut der Studie, die auf 3.300 Interviews basiert, entfallen derzeit rund 71% der 71,6 Mrd. Euro (Gesamtwerbemarkt in Deutschland) auf Ausgaben im Dialogmarketingbereich. Wachsende Werbebudgets sind insbesondere für die Online-Medien zu erwarten. Vor allem Bannerwerbung und E-Mail-Marketing versprechen positive Impulse für den Gesamtmarkt. Eine Entwicklung, die uns natürlich besonders freut.

Nun hat Google also einen weiteren Schritt in Richtung Vormachtstellung im Internet getan. Google Chrome heißt das neueste Produkt, welches gestern erst mit einem Comic der Entstehungsgeschichte angeteasert wurde und dann abends in der Beta veröffentlich wurde. Die Testversion steht jetzt in über 100 Ländern vorerst nur für Windows zur Verfügung.

Der Browser kommt - wie man es von Google-Applikationen gewohnt ist - sehr aufgeräumt und nutzerfreundlich daher. Minimalismus ist Trumpf. Kein überladener Header mit zig unnützen Widgets, sondern einfach ein Suchfeld.

Besonders clever ist, dass das klassische URL-Eingabefeld nicht nur zum direkten Seitenaufruf führt, sondern eben diese Zeile auch als Suchfeld dient. Das erspart natürlich Zeit beim googlen. Auch verfügt Chrome über eine Live-Suchabfrage beim Eintippen der URL, eine sinnvolle Hilfestellung, die sich hier in einem Ausklapp-Menü darbietet. Lernfähig ist das System ebenfalls.

Die von Google ausgewiesene Schnelligkeit und Stabilität ist nur begrenzt zu beobachten, das Laden von sehr multimedialastigen Seiten dauert auch hier etwas länger. Kleinere Bugs sind natürlich auch noch zu beobachten. So fehlen noch ein paar Plug-Ins z.B. für das Anzeigen von Karten. Auch kommt es beim Betätigen der „Zurück"-Funktion - vor allem bei Online-Tools - zum Abbruch bzw. zum Auffordern des „Neu laden"-Prozesses.

Einige Funktionen sind natürlich auch reine Geschmackssache. So ist die Auflistung der am häufigsten besuchten Seiten in Miniaturformat sicherlich nicht jedermanns Geschmack.

Inwiefern sich der neue Browser in der derzeitigen Testversion gegen Microsofts Internet Explorer und Mozillas Firefox durchsetzen kann und wird, entscheiden einmal mehr die Internetnutzer.